Die Begrifflichkeiten aus der Finanzwelt können für Laien sehr befremdlich sein. So kann sich jeder Mensch vorstellen, was ein Eigenkapital ist, nicht aber, was ein negatives Eigenkapital ist. Viele denken, man könnte nicht weniger als nichts haben. Dies ist jedoch durch eine Überschuldung durchaus möglich.
So verstehen Sie ein negatives Eigenkapital
- Sie sollten wissen, dass negatives Eigenkapital entstehen kann, wenn die Schulden eines Unternehmens höher sind als das Vermögen.
- Dies ist schwer vorstellbar, aber jedes Unternehmen hat immer eine bestimmte Stammeinlage oder bildet ein Gesamtvermögen.
- Nimmt das Unternehmen dann Bankkredite auf, deren Summe höher ist als der vermögenswerte Gegenwert, so liegt negatives Eigenkapital vor.
- In der Finanzwelt wird der Begriff des negativen Eigenkaitals mit der Unterbilanz gleichgesetzt. Bei einer Unterbilanz ist die Summe der Passiva größer als die Summe aller Aktiva. Dies bedeutet, dass die Verbindlichkeiten, das Kapital übersteigen.
- Kommt es bei einem Unternehmen zu negativem Eigenkapital, so wird es oftmals verkauft.
- Findet sich kein Käufer für das überschuldete Unternehmen, so muss das Unternehmen Insolvenz anmelden und ein Insolvenzverwalter bestimmt die Insolvenzmasse. Die Gläubiger melden dann ihre offenen Ansprüche gegen das Unternehmen bei dem Insolvenzverwalter an.
Wissenswertes über das Kapital
- Jede GmbH hat eine Stammeinlage.
- Darüber hinaus bildet ein Unternehmen eine Vermögensmasse.
- In der Buchhaltung spricht man von Aktiva und Passiva. Hierbei sind die Aktiva die Vermögenswerte und die Passiva das Kapital.
- Sie sollten wissen, dass das Eigenkapital positiv ist, wenn es über null Euro liegt.
- Geht das Eigenkapital in den Minusbereich, so liegt ein negatives Eigenkapital vor.
- Ein negatives Eigenkapital muss nicht zur Insolvenz führen, wenn das Unternehmen verkauft wird.
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