Was bewirken Ballaststoffe?
Ballaststoffe sind unverdauliche Nährstoffe. Sie kommen in Pflanzen als Faserstoffe vor. Nach der Nahrungsaufnahme quellen die Ballaststoffe in unserem Magen auf. Sie binden Wasser und füllen somit den Magen. Dadurch tritt ein Sättigungsgefühl ein und die Darmbewegung wird angeregt.
Ein langes Sättigungsgefühl entsteht auch dadurch, dass Ballaststoffe nicht den Blutzuckerspiegel erhöhen. Ballaststoffe liefern keine Energie und gelangen unverdaut in den Dickdarm. Dort werden sie von unseren Darmbakterien verwertet.
Die Bakterien im Darm produzieren kurzkettige Fettsäuren aus den Ballaststoffen und tragen zu einer gesunden Darmflora bei. Somit begünstigen Ballaststoffe diese Schutzfunktion im Darm gegenüber krankheitserregenden Keimen.
Ballaststoffe binden zudem Gallensäuren. Dadurch wurde der gesamte Cholesterinspiegel gesenkt.
Wo sind viele Ballaststoffe drin?
Ballaststoffe kommen ausschließlich in Lebensmitteln pflanzlicher Herkunft vor. Besonders Getreide und Hülsenfrüchte enthalten sehr viele Ballaststoffe. In den Top Ten befinden sich aber auch getrocknete Früchte und Gemüsearten. Hier ist die Top-Ten-Liste der ballaststoffreichsten Lebensmittel:
- Weizenkleie
- Leinsamen
- Chiasamen
- Kokosraspeln
- weiße Bohnen
- Sojabohnen
- getrocknete Pflaumen
- Schwarzwurzeln
- Kleieflocken
- getrocknete Aprikose
Krankheiten vorbeugen mit ballaststoffreicher Kost
Durch die Funktionsweise der Ballaststoffe wird das Risiko für das Auftreten mehrerer Krankheiten gesenkt. Hier ist eine Liste von Beschwerden, die durch Ballaststoffe präventiv verhindert werden können:
- Bluthochdruck
- Übergewicht und Adipositas
- Diabetes Typ 2
- Herz- und Kreislaufbeschwerden
- Arteriosklerose
- Dickdarmerkrankungen (u. a. Dickdarmkrebs)
Bei den Lebensmitteln ist mit Sicherheit etwas für Sie dabei. Wenn Sie sich ballaststoffreicher ernähren und Krankheiten vorbeugen möchten, können Sie sich daran orientieren. Wir wünschen Ihnen guten Appetit!
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