Falls Sie vorhaben, aus zwei Räumen ein Zimmer zu errichten, können Sie die Wand zwischen den beiden Räumen nicht so ohne Weiteres herausnehmen. Sie müssen zunächst überprüfen, wie die Deckenspannrichtung verläuft.
So ermitteln Sie die Deckenspannrichtung
- Eine Zimmerdecke muss ja irgendwie abgestützt sein. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn sich über diesem Zimmer noch ein weiterer Wohnraum befindet. Die Abstützung erfolgt meistens mit Balken oder Stahlträgern. Diese liegen mit beiden Enden auf jeweils einer Wand auf. Diese beiden Wände werden tragende Wände genannt.
- Nun ist es natürlich enorm wichtig, festzustellen, auf welchen beiden Wänden die Träger aufliegen. Sie können davon ausgehen, dass in der Regel die schmalere Seite eines Raums überspannt wird. Die jeweilige Richtung, die überspannt wird, nennt sich Deckenspannrichtung.
- Da die Außenwände eines Gebäudes immer sehr stabil sind, können Sie auch davon ausgehen, dass auf diesen Wänden die Balken oder Träger aufliegen. Das bedeutet natürlich, dass es Probleme beim Abriss einer Wand geben kann, die parallel zu einer der Außenwände verläuft.
- Im Zweifelsfall können Sie sich ein Prüfgerät besorgen, mit dem Sie die Balkenlage überprüfen können. Diese Geräte gibt es für ein paar Euro im Baumarkt. Sie arbeiten mit Ultraschall.
Eine tragende Wand entfernen
- Falls Sie herausgefunden haben, dass die Wand, die Sie abreißen möchten, genau in der Richtung der Deckenspannrichtung liegt, können Sie diese natürlich nicht einfach entfernen. Dann hätten die darauf liegenden Balken keinen Halt mehr.
- In dem Fall müssten Sie einen stabilen Stahlträger einziehen. Auf diesen könnten sich dann die Balken der Decke abstützen. Den eingezogenen Stahlträger können Sie hinterher mit einer Holzvertäfelung oder ähnliches verkleiden, damit er aus optischer Sicht nicht so störend wirkt.
Falls Sie noch eine Grundrisszeichnung von Ihrem Gebäude besitzen, können Sie darin mitunter auch die Deckenspannrichtung erkennen.
Weiterlesen:
Wie hilfreich finden Sie diesen Artikel?